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Eulen in Kunst und Kultur


Die älteste bekannte Darstellung einer Eule fand man in der Grotte Chauvet im französischen Département Ardèche. Die Felszeichnungen aus der Eiszeit zeigen neben vielen anderen Tieren als einzigen Vogel einen Uhu. Eine weitere gesicherte Eulenzeichnung stammt aus der altsteinzeitlichen Höhle von Trois Frères in der Pyrenäenregion in Südfrankreich. Dort fand man neben Zauberern, Bisons und Wildeseln auch deutlich die Umrisse eines Schneeeulenpärchens mit ihren Jungen abgebildet.

Abbildungen von Eulen in der Jungsteinzeit findet man z.B. in den großen Megalithgräbern, hier auf Schiefertäfelchen aus einem Ganggrab in der Provinz Alentejo in Portugal

In Ägypten stand eine Eule als Hieroglyphe für den Buchstaben M, hier auf einem Obelisk. Eulen waren bei den Ägyptern auch Sendboten aus dem Reich der Toten.

Schiefertäfelchen aus Megalithergrab
   Bei den alten Griechen stand der Steinkauz hoch im Ansehen. Als Vogel der Pallas Athene war er als Wahrzeichen Athens auf Münzen geprägt und galt als der Beschützer des Heeres, als Agathokles 310 n.Chr. gegen die Karthager zu Felde zog.
Die Eule als Vogel der Nacht auf dem Grabmal Giuliano de Medicisis in der Medici-Kapelle in Florenz, geschaffen von Michelangelo von 1526 bis 1531. Michelangelo 

Das Eulengesicht und die bedächtigen Bewegungen lassen uns die Eule als weise und klug erscheinen. Die Eule erweckt den Eindruck eines scheinbar intellektuellen Wesens. Und so schreiben wir ihr einen Teil unserer eigenen Intelligenz und unserer geistigen Fähigkeiten zu. Sie wird zum Sinnbild der Weisheit, erscheint als Symbol des Lernens und der Gelehrsamkeit, wird als sprichwörtlich kurzsichtiges Wesen mit Brille oder mit Doktorhut und Talar oder sogar auf Büchern sitzend dargestellt. Heute noch ist sie das Symbol der Buchhändler und Verleger (Eulenlogos). Auch die Redensart "klug wie eine Eule" hat hier ihren Ursprung. Ihre Tagblindheit dagegen führt zu der Vorstellung, Eulen seien unflexibel, tölpelhaft und dumm, wie in der Darstellung nach Henkel/Schöne. Auch mit Brille, Kerzen und Fackeln erkennt die törichte Eule nichts, eine Darstellung, wie man sie auch bei verschiedenen anderen Künstlern findet.
Die Darstellung des Käuzchens von Albrecht Dürer (Aquarell, 1508) verrät die genaue Beobachtung des Vogels, ein Beispiel für die naturkundliche Wiedergabe von Künstlern dieser Epoche. Käuzchen von Albrecht Dürer, Aquarell,508
 Eule, Ausschnitt aus "Garten der Lüste", spätes 15. Jahrhundert, Prado, Madrid Ein für Eulenliebhaber interessanter Maler des späten Mittelalters ist Hieronymus Bosch (1450-1516), auf dessen Bildern die Eule über 40 mal erscheint.. In seinen Gemälden stand sie oft in Beziehung zur Boshaftigkeit und Verworfenheit der Menschen, hier in einem Ausschnitt aus dem "Garten der Lüste" (spätes 15. Jahrhundert) insbesondere für die Wollust, eine der sieben Todsünden.
Die "Malle Babbe" des niederländischen Malers Frans Hals (um 1630) ist eine Gestalt zwischen Hexe und trunkener Närrin. Die Eule auf der Schulter ist wahrscheinlich als moralisierende Warnung gemaint, da sie zu dieser Zeit auch als Begleiterin von Dirnen galt.   Frans Hals, "Malle Babbe", um 1630
Great Wise One, Marie Buchfink  Eine besondere Bedeutung hat die Eule auch bei den Indianern.Einige Stämme verehrten die Eule wegen ihres Mutes und ihrer Stärke. Andere wiederum glaubten, dass die Eulen die Seelen verstorbener Menschen verkörperten und sahen sie als Schutzgeister. Die Medizinmänner waren sehr angesehene Leute, in deren Zeremonien und Opferritualen meistens Eulen vorkamen. So hatten sie z.B. ausgestopfte Eulen bei sich oder trugen Eulenfedern. Oder sie richteten Gebete an die Eule, um sie um Beistand bei ihren Unternehmungen zu bitten.

Pablo Picasso stellt seine Eulen mit wenigen Strichen zeichnerisch dar. In seiner keramischen Skulptur sieht er das Kauzige und Dämonische in der Eule.
Picasso Eule bei arsmundi

Der zeitgenössische Maler
Celestino Piatti
hat sehr viele Eulen gemalt und gezeichnet.

Hier beispielhaft ein Buchcover

Celestino Piatti
Eulen
Piatti, zufriedenes Eulenpaar, Ölkreide, 1995

Hier ließe sich noch eine große Zahl weiterer Künstler nennen, in deren Werken Eulen zu finden sind, wie Hans Arp, Max Ernst, Miro, Max Olderock, Hans Orlowski, Paul Flora, Horst Jannssen....um nur einige zu nennen. Aber das würde den Rahmen dieser Homepage sprengen.

Im Kunsthandwerk ist die Eule ebenfalls seit Jahrtausenden beliebt. Insbesondere im antiken Griechenland, wo die Eule als Begleiterin der Göttin Athene hohes Ansehen genoss, war die Eule als Skulptur oder als Bemalung von Gefäßen beliebt. Aber auch in anderen Kulturen findet man Darstellungen der Eule.

In der heutigen Zeit ist die Eule in der zeitgenössischen Kunst nach wie vor sehr populär. Auch als Dekoration auf Dingen des Alltags hat die Eule Einzug gehalten. Man findet sie als Schmuck, auf Tassen, Bekleidung, Handtüchern, Bettwäsche, Lesezeichen und vielen anderen Gebrauchsgegenständen. Gerade in den letzten Jahren (seit etwa 2010) sind Eulen stark im Trend. Viele Beispiele lassen sich über die Bildersuche bei Google finden.

Einige Angebote zeitgenössicher Eulen zeige ich auf meiner arsmundi Seite.


Viele künstlerische Eulen (Radierungen, Aquarelle, Drucke, Skulpturen aus verschiedenen Materialien, Unikate und vieles mehr) biete ich in meinem Eulenshop an:
 






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