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Eulen - Jäger der Nacht

Was unterscheidet die Eulen von anderen Vögeln und lässt sie uns so besonders erscheinen ?

Die Eulen und Käuze stellen eine eigenständige Vogelgruppe (Strigiformes) dar, die mit zur Zeit (Stand Juli 2013) 268 bekannten verschiedenen Arten auf der ganzen Erde vorkommt und stammesgeschichtlich sehr alt sein muss. Trotz äußerer Ähnlichkeit besteht keine nähere Verwandtschaft mit den Greifvögeln. In der Systematik stehen den Eulen die Nachtschwalben am nächsten, von denen in Europa nur noch eine Art, der Ziegenmelker, vorkommt.

Im normalen Sprachgebrauch unterscheidet man zwischen Eulen und Käuzen. Als "Eulen" werden bei dieser Unterteilung die Eulen mit Ohren ("Ohreulen" mit Federohren) bezeichnet, während die Eulen ohne Ohren "Käuze" genannt werden. Diese Einteilung stimmt aber nicht mehr bei der Schneeeule und der Schleiereule, die ja beide keine Ohren haben. Daher ist auch diese Unterteilung nicht sinnvoll. Wissenschaftlich wird dagegen zwischen den Schleiereulen als eigener Gruppe und den restlichen Eulen als "eigentliche Eulen" unterschieden, in denen dann (Ohr-)Eulen und Käuze enthalten sind.

WaldkauzDas unverwechselbare Merkmal einer Eule ist das Eulengesicht, das durch den dicken Kopf, die großen, nach vorn gerichteten Augen, den großen Gesichtsschleier und einen kräftigen Hakenschnabel gekennzeichnet ist. Dieses Gesicht lässt sie uns sehr menschlich erscheinen.

Die meisten Eulenarten sind dämmerungs- und nachtaktiv. Durch den geräuschlosen Flug und besondere Sinnesleistungen () sind sie vorzüglich an die nächtliche Lebensweise angepasst. Am Tage jagen vor allem die nordischen Eulen wie die Schnee- und Sperbereule, jedoch auch der Sperlingskauz und in geringerem Maße der Steinkauz ...

Feder eines UhusEulen haben ein sehr weiches, lockeres Federkleid, das sie größer aussehen lässt, als sie sind und ihnen einen lautlosen Flug ermöglicht. Die Federn sind an der Oberseite samtartig weich. Zusätzlich sind die Außenkanten der äußeren Schwungfedern mit einer sägeartigen Zähnelung versehen. Durch diese Besonderheit der Federn entstehen beim Flug der Eulen nur geringe oder keine Luftturbulenzen, so dass Eulen lautlos durch die Nacht gleiten können. Dadurch kann die Eule zum einen besser Geräusche hören. Zum anderen werden auch Ihre Beutetiere durch Fluggeräusche nicht vorzeitig gewarnt.

Das weiche und voluminöse Gefieder der Eulen dient außerdem dem Wärmeschutz, insbesondere im Winter. Macht man von einer Eule ein Bild mit einer mobilen Wärmebildkamera, so zeigt sich, dass bei Kälte nur der Bereich um Schnabel und Augen sowie die Zehen kalt sind, während der gesamte vom Gefieder umhüllte Körperbereich warm ist. Schneeeulen, die in arktischen Gebieten beheimatet sind, haben daher zum Schutz vor Kälte an den Beine und Zehen bis zu den Krallen eine dichte weiße Befiederung.

Das Gefieder der Eulen und Käuze besitzt durch das Nebeneinander von hellen und dunklen Tönen eine gute Schutzfärbung für die Tagesruhe. Meist sind die Läufe bis zu den Krallen befiedert, bei manchen Arten besonders dicht. Die 4. Zehe des Eulenfangs kann willkürlich nach vorne oder hinten gewendet werden und wird daher auch als Wendezehe bezeichnet. Die krallenbewehrten Greifffüße der Eulen sind gefährliche Waffen. Der Fang eines Uhus kann die Spannweite einer menschlichen Hand erreichen.

Eulen und Käuze ernähren sich hauptsächlich von Kleinsäugetieren, daneben auch von Vögeln, Insekten, Fröschen oder Fischen. Je größer die Eule ist, desto größere Beutetiere kann sie auch schlagen. Eulen töten ihre Beute durch den Griff ihrer dolchscharfen Fänge (Grifftöter) oder durch einen Schnabelbiss in den Nacken (Bisstöter). Meist trennen sie dann zunächst den Kopf ab. Kleinere Beute wird auch unzerteilt verschlungen. Ermöglicht wird ihnen das durch den großen Schnabel,der seitlich bis hinter die Augen reicht. Eulen besitzen keinen Kropf und sind daher in der Lage, große Mengen auf einmal zu fressen. Oft wird jedoch auch überschüssige Beute deponiert, um sie bei Bedarf (schlechtes Wetter, Jungenaufzucht) zu verwenden.

Man kann zwei Nahrungsstrategien unterscheiden. Die Allroundjäger (wie Waldkauz, Habichtskauz und Uhu) sind in ihrer Beutewahl vielseitig und unabhängig. Bei ihnen ist die Zahl der Eier und Jungen daher auch von Jahr zu Jahr nur geringen Schwankungen ausgesetzt. Die Spezialisten (wie Waldohreule, Sumpfohreule, Bartkauz, Schneeeule, Sperbereule) hingegen haben eine einseitige Abhängigkeit von Gewölle verschiedener Eulenbestimmten Beutetieren entwickelt. In Jahren mit Massenvorkommen von Wühlmäusen legen sie mehr Eier und ziehen mehr Junge auf.

Unverdauliche Nahrungsreste werden einige Stunden nach der Nahrungsaufnahme als rundliche, verfilzte Speiballen wieder herausgewürgt. Diese Gewölle der Eulen enthalten Haare, Federn, Knochen und Teile des Insektenhautpanzers aus Chitin. Die Gewölle der Greifvögel enthalten im Gegensatz zu den Eulengewöllen keine Knochen und lassen sich so unterscheiden. Bei der Aufzucht und Fütterung von Eulen durch Menschenhand ist es für die artgerechte Ernährung der Vögel wichtig, kein rohes schieres Fleisch zu füttern, sondern Futter mit Knochen und Fell oder Federn in Form von Mäusen oder Eintagsküken zu geben, da sonst die notwendige Bildung von Gewöllen nicht erfolgen kann.

Sinnesleistungen

Balz, Brut und Jungenaufzucht

Gewölle

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