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Anaximandros, das Finale

Eine Eulengeschichte in Versen, Teil 4

Von Burkhard Paul Warnke

Wer glaubt, dass unser Waldkauz nun
zuguterletzt in Rente ginge,
nach aller Hektik, allem Tun,
hat recht erfasst die Eulendinge.
Zum Jagen fehlt dem Kauz nun ehrlich
inzwischen gute Kondition,
was auf die Dauer recht gefährlich,
er sagt: ja, ja, das kommt davon !
Wenn er in seinem alten Baume
die Aussicht über'n See geniesst
und träumend sitzt am Waldessaume,
die Morgenzeitung abends liest
so wird ihm klar, was einst gewesen
als jung, dynamisch er noch war.
Wie viel lief da noch über Spesen.
Heut heisst's, es sei kein Geld mehr da.
Nein, nein, meint ernst der Waldkauz richtig:
Das Jagdgeschäft, das geb ich auf !
Und die Entscheidung ist auch wichtig.
Er lässt den Dingen freien Lauf.
Mitunter denkt er an den Neffen,
der hier ganz in der Nähe wohnt.
Mit ihm, sagt er, will ich mich treffen.
Als Jäger bin ich längst entthront.
Das Meeting steigt in einem Schlosse,
gleich unterm Baume an dem See.
Sein Neffe naht und sagt: Genosse,
ich bin zu jung zur Jagd, versteh !
Du kannst erst alles überdenken,
rät ihm der Waldkanz. Hör mich an !
Danach musst du die Schritte lenken
zum Augen-, Ohren-, Krallenmann.
Bevor wir, sagt er, weitermachen,
stehn harte Tests auf dem Programm.
Doch danach lassen wir es krachen
im Wirtshaus "An der Eulenklamm".
Dort sitzen sie bis heut zusammen
und testen lieber Eulenbier,
bis dass sie einen Rausch beisammen,
im schönen Waldkauz-Jagdrevier.





Dieses ist der Waldkauz, den Burkhard Paul Warnke im Nymphenburger Park in München entdeckte und fotografierte und der ihn zu dieser Eulengeschichte in Versen inspirierte.

© Copyright: Burkhard Paul Warnke 28.11.2003

Ich bedanke mich noch mal herzlich für die Zusendung dieser Geschichte in Versen !

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